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Tourismus Treffurt Sehenswertes St. Marien-Kirche in Treffurt
Die Katholische St. Marien-Kirche in Treffurt PDF Drucken E-Mail
Geschichte der K/images/stories/inhaltirche

 

Die katholische Gemeinde von Treffurt hatte seit 1641 das Recht, in einer Kapelle im Mainzer Hof unentgeltlich Gottesdienst abzuhalten. Meistens kam der Pfarrer aus Diedorf. Auch nach Übergang des Mainzer Hofes in fremden Besitz, blieb dieses Recht erhalten. 1868 verzichtete die katholische Gemeinde gegen eine Abfindung von 250 Thalern auf dieses Recht, weil die Raumverhältnisse im Mainzer Hof nicht mehr ausreichten. Bischof Konrad Martin kaufte deshalb den Sächsischen Amthof vom Rittergutsbesitzer Döring,
ließ die Stallungen abreißen und noch im selben Jahr einen Kirchenneubau beginnen. Leider gibt es nur wenige Da en zum Bau
der Kirche.

 

Ansicht bis 1970

 


Die nötigen Steine und der Kalk wurden durch Feldbrand auf
dem Grundstück von Gustav Döring hergestellt, der auch in Stellvertretung des Bischofs derBauherr war. Der Sand wurde in der Lache an der Werra gewonnen, wobei der Gutsbesitzer Döring die Transportleistungen kostenlos erbrachte. Mit dem anfallenden Erdaushub wurde der auf dem Gelände des Mainzer Hofes liegende und nicht mehr benötigte Fischteich verfüllt. Man verwendete hellen Sandstein für die Eingänge (sind durch den Anbau nicht mehr zu sehen), Fenster- gewände, Säulen, Decken-rippen, Fußböden, Taufstein, Außengesimse
und Konsolen. Der Baukörper selbst ist aus Backsteinen, die man selber herstellte,errichtet worden.

 

Reiche Ausschmückung um 1920


Das Schieferdach mit Turm, die Orgel und Fenster sind eine Stiftung von Bonifatius-Verein Fulda. Die Kosten des Rohbaus, der Kirchenglocken, der Hochalter (nicht mehr vorhanden), der Beichtstuhl, Fenster und die Kanzel (nicht mehr vorhanden) sind eine Stiftung von Bischof Konrad Martin. Die gemalten Fenster schenkten Generalvikar Peine und der Schwager des ischofs,Christoph Höppner aus
Empore
mit OrgelKatharinenberg. Das Gestühl wurde durch eine
St. BonifatiusHauskollekte der Gemeinde bezahlt.

 

Empore mit Orgel

 

Fastnacht 1870 wurde der erste Gottesdienst in der neu
errichteten Kirche gefeiert. Im selben Jahr wurde die Pfarrei Treffurt Missionspfarrei miteinem eigenen Pfarrer. Der Gemeinde gehörten Falken mit Taubental, Großburschla, Schnellmannshausen, Schönberg, Kleintöpfer mit Vorwerk Karnberg an. Auch Kirchenbücher durften fortan geführt werden. Die Weihe der Kirche fand am 23. Juli 1873 durch Bischof Martin aus Pa erborn statt. Anfang des 20. Jh. wurde das Schieferdach durch ein Ziegeldach ersetzt und im Jahre 1920 wurde die Kirche mit einer reichen bunten Ausmalung
versehen. Alte
Kommunionbank mit reicher Schnitzerei
(jetzt
im Vorraum)In den Jahren 1966 bis 1972 wurde das Kircheninnere
umgestaltet. Der Hochaltar, der Marienaltar, die geschnitzte Kommunionbank und die Kanzelwurden entfernt und die Bemalung wurde überstrichen. Die Kirche erhielt einen
Holzplastik

"Schmerzhafte

Madonna"modernen Altar und an der Stelle der Kanzel steht
jetzt der Tabernakel.

 

Holzplastik "Schmerzhafte Madonna" Alte Kommunionbank


1969/70 entstand an der Westseite der
Anbau in dem die neue Sakristei, ein Gemeinderaum und ein Kellerraum untergebracht sind. eider sind durch den Anbau die zwei sehr schönen Kirchenportale und Kirchentüren überbaut und entfernt worden.Zum 125-jährigen Bestehen der katholischen Pfarrei im Jahre 1994 wurde der Innenraum der Kirche komplett renoviert (s. Fotos).Die katholische Gemeinde Treffurt hat heute leider keinen eigenen Pfarrer mehr und ist Filialgemeinde der Gemeinde Diedorf. Ein pensionierter Pfarrer bewohnt aber das Pfarrhaus (ehemaliger
Sächsischer Amthof) und sorgt für den Zusammenhalt der Gemeinde. Jeden Sonntag um 9.30 Uhr feiert er in der St. Marien-Kirche die Heilige Messe.
 

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