Die JHV der Freiwilligen Feuerwehr Treffurt allein vor einigen Wochen, hatte schon großen Zuspruch erfahren, jetzt zur JHV der Wehren aller Stadtteile hatten immerhin auch mehr als 60 Feuerwehrleute und Gäste in der Fahrzeughalle Platz genommen. Schließlich stand am Freitagabend auch die Wahl des neuen Stadtbrandmeisters, des Stellvertreters und des Stadtjugendwartes auf der Tagesordnung. Doch vor der Wahl gab es natürlich erst einmal den umfassenden Bericht des alten Stadtbrandmeisters, der viele positive Momente skizzierte, aber auch Kritik übte. Dabei stand das gute Zusammenwirken der Wehren bei gemeinsamen Einsätzen imVordergrund. Dennoch schätzte Norbert Zimmer ein, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren noch verbessert werden kann und nannte als gutes Beispiel die seit einiger Zeit aktivere Zusammenarbeit der Wehren aus Schnellmannshausen und Treffurt. In einem vergleichsweise ruhigen Jahr waren die Treffurter Wehren zu acht Brandeinsätzen und 20 Technischen Hilfeleistungen ausgerückt und blieben dabei auch vom in den letzten Jahren oftmaligen Hochwasser verschont. Zu den 495 Stunden reiner Einsatzzeit kamen allerdings noch traditionelle oder auch sonstige regelmäßige Übungen hinzu. Die traditionelle Osterübung mit der FFW Wanfried an der Feldmühle, wo vor 25 Jahren die gemeinsamen Übungen begannen, die Sternfahrt im Kreisbrandabschnitt 2, die Einsatzübung in Wanfried anlässlich des 150jährigen Bestehens und die Einsatzübung des Gefahrgutzuges in der Firma Warrlich hob der Stadtbrandmeister besonders hervor. Neben dem Dank an die Feuerwehrleute für die Bereitschaft bei Übungen und Einsätzen,setzte Norbert Zimmer betreffs der Aus- und Fortbildung seine berechtigte Kritik an. Er bedauerte, dass man wegen nicht absolvierter Ausbildungsstunden sogar Kameradeen aus dem Dienst ausschließen musste, hielt zugleich aber auch die Tür für die Kameraden offen.

Auch weil die neue Einsatzordnung noch nicht wie gewünscht funktioniere, sei die Einsatzbereitschaft am Tag schwierig, sagte Zimmer und richtete die Kritik vor allem auch an die Politiker, die mit ihren Entscheidungen oft die Moral der Feuerwehrleute noch untergraben.

Dabei sind die Wehren der Stadt mit 22 Kameraden und 4 Kameradinnen (in Treffurt), 8 Kameraden (Falken), 11 Kameraden/ 1-in (Großburschla), 6 Kameraden/ 1-in (Schnellmannshausen) und 11 Kameraden (Volteroda) noch gut aufgestellt und doch im Ernstfall manchmal unterbesetzt. Dankbar wandte sich da Norbert Zimmer an die örtlichen Firmen, die ihre feuerwehraktiven Mitarbeiter dann freistellten.

Mit besonderem Stolz verkündete der Stadtbrandmeister die Zahl der Jugendfeuerwehrmitglieder. Die 33 Jungen und 15 Mädchen verteilen sich hier auf Treffurt (15/12), Schnellmannshausen (8/3) und Großburschla (10). Den Jugendwarten dort sprach er den besonderen Dank aus. Die Aus- und Fortbildungen im Feuerwehrtechnischen Zentrum Wartburgkreis waren dann auch Beleg dafür. Da hatten Veronika Ratajczak, Nadja Fischer, Robin Götze und Tommy Feige die Fortbildung zum Jugendgruppenleiter absolviert und Stefanie Feige sich zum Jugendgruppenleiter Teil A/B und Jugendgruppenleiter Brandschutz qualifiziert. Die jungen Johannes Müller, Maximilian Niltop (Treffurt), Lukas Fischer, Florian Weiß (Schnellmannshausen), Daniel Wieditz, Benjamin Mielk und Zacharias Stephan (Großburschla) wurden zum Truppmann Teil 1 ausgebildet. Neben den sieben Genannten wurden weitere acht junge Männer und Frauen zum Anwärter befördert. Weitere Beförderungen gingen an Maik Hartig (zum Hauptfeuerwehrmann), Udo Krug, Frank Seebach (zum Löschmeister) und Ludger Hardegen (zum Brandmeister). Nach der Beförderung und der Aufnahme der jungen Feuerwehrleute in die Einsatzabteilung gab es weitere Ehrungen für verdienstvolle Kameraden. Für ihr großes Engagement im Dienst der Feuerwehr erhielten Tommy Feige die 'Ehrenspange der Thüringer Jugendfeuerwehr in Bronze' und Sebastian Hutzfeldt die 'Ehrennadel des Thüringer Feuerwehrverbandes in Bronze'. Für 60jährige Mitgliedschaft und treue Dienste wurden Helmut Böhm (Falken) und Manfred Genzel (Treffurt) mit dem 'Großen Feuerwehrabzeichen am Bande' geehrt. Nicht nur an die Geehrten, richteten Bürgermeister Michael Reinz, Kreisbrandmeister Thoma Schröckel und David Büchner vom Kreisfeuerwehrverband Gruß- und Dankesworte an alle Kameradinnen und Kameraden.

Die Wahlen des Stadtbrandmeisters, des Stellvertreters und des Jugendwartes war daran anschließend ein schnell vollzogener formeller Akt. Mit 52 stimmberechtigten Mitgliedern waren mehr als 70 % der Wahlberechtigten anwesend und von denen gab es ein deutliches Votum für die bisherige Führung. Norbert Zimmer wurde da ebenso als Stadtbrandmeister bestätigt wie Sebastian Zimmer als Stellvertreter. In die zuletzt nicht mehr besetzte Funktion des Stadtjugendwartes wurde Robin Götze gewählt.

 

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