Beitritt zum Flächenpool einstimmig beschlossen
In der jüngsten Stadtratssitzung stellte Dr. Ulrich Feder, Leiter des Umweltamtes beim Wartburgkreis den sogenannten Flächen- und Maßnahmenpool der Wartburgregion vor. Dabei erläuterte er die Regelungen zu Eingriffen in Natur und Landschaft, die insbesondere bei Baumaßnahmen mit Flächenversiegelung greifen.
Nicht alle betroffenen Flächen können anschließend wieder bepflanzt und renaturiert werden, etwa wenn sie dauerhaft als Baugebiet genutzt werden. In solchen Fällen müssen die Eingriffe durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Hier setzt der Flächenpool an: Regionale Flächen werden gesammelt und für geeignete Ausgleichsmaßnahmen vorbereitet. Die Kosten dafür tragen die jeweiligen Verursacher der Eingriffe.
Dr. Feder erklärte zudem, dass Mittel für Ausgleichsmaßnahmen vielfältig eingesetzt werden können: Eigene Projekte der Kommune würden dabei vorrangig berücksichtigt werden. Der Flächenpool seit bereits 2013 in kleinerem Umfang durch einige Orte im Wartburgkreis gegründet worden.
Als mögliche Maßnahmen nannte er unter anderem die Pflege von Streuobstwiesen, Artenschutzmaßnahmen, Entbuschung, Entschlammung sowie Teichsanierungen. Die Koordination und Weiterentwicklung des Projekts übernimmt nach seinen Angaben die RAG Leader Wartburgkreis.
Für die Stadt Treffurt konkret könnte beispielsweise perspektivisch die Renaturierung des ehemaligen Schwimmbades in den Flächenpool aufgenommen werden.
Der Stadtrat stimmte dem Beitritt zum Flächenpool einstimmig zu. (rb)
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